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Mehr Ladestationen für Elektromobilität
Dokumentart: Vorlage
Vorlage: B  435  
Datum: 22.12.2017 (letzte Aktualisierung des Sachstandes: 02.02.2018) 

Vorlage B 435 2017

 

S A C H S T A N D :

Bericht des Magistrats vom 22.12.2017, B 435


Betreff:

Mehr Ladestationen für Elektromobilität

Vorgang:

Beschl. d. Stv.-V. vom 28.09.2017, § 1735

- NR 387/17 LINKE. -

 



Eine ausreichende Ladeinfrastruktur für Fahrzeuge mit Elektroantrieb ist Voraussetzung, um einen nennenswerten Anteil der in Frankfurt am Main zugelassenen bzw. genutzten Fahrzeuge mit Elektroantrieb zu etablieren. Der Magistrat begrüßt und unterstützt daher den Ausbau der Ladeinfrastruktur in jeder Hinsicht.

 

Landesgesetzliche Vorgaben finden sich hierzu bereits in der Verordnung über den Bau und Betrieb von Garagen und Stellplätzen (Garagenverordnung - GaV). Nach deren § 2 Abs. 3 Satz 1 und 2 müssen mindestens 5 % der in Garagen vorhandenen Einstellplätze über einen Anschluss an Ladestationen für Elektrofahrzeuge verfügen.

 

Der Magistrat beabsichtigt binnen des Jahres 2018 ein Realisierungskonzept für die Errichtung von Ladestationen im Zuge von Neubau- und Sanierungsvorhaben der Stadt Frankfurt am Main zu entwickeln. Dabei sollen neben baulich-technischen Rahmenbedingungen, zu denen wirtschaftliche, vor allem jedoch betriebliche Aspekte wie Brandschutz, Zutritt und Netzversorgung gehören, im Vorfeld einer möglichen Realisierung beleuchtet werden.

 

Das kommunale Elektromobilitätskonzept, welches die Stadt Frankfurt am Main zudem aktuell erstellt, wird auch entsprechende Fragestellungen über die Einbindung der E-Mobilität bei Neubauvorhaben bzw. Sanierungen als auch bei der Schaffung neuer Quartiere bzw. Stadtteile berücksichtigen.

 

Die Mainova hat zum Thema Elektromobilität außerdem Folgendes mitgeteilt:

"Mainova ist auf dem Sektor E-Mobilität ein Vorreiter. Schon 2010 sind wir in Vorleistung getreten und haben in den Auf- und Ausbau einer frei zugänglichen Ladeinfrastruktur in Frankfurt und der Rhein-Main-Region investiert. Dabei haben wir schon früh innovative Konzepte umgesetzt und im Rahmen des bundesweit beachteten "Frankfurter Modells" einen Teil der Ladepunkte mit Parkscheinautomaten kombiniert. Insgesamt betreiben wir derzeit 46 öffentliche Ladestationen, davon 18 in Frankfurt und 28 weitere im Umland. Dort tanken Kunden den zu 100% regenerativen Mainova-Ökostrom "Novanatur".

 

Außerdem hat Mainova bisher 136 Ladeboxen im öffentlichen, halböffentlichen und privaten Bereich überwiegend in Frankfurt errichtet (Stand September 2017).

 

"Deutschland soll zum Leitmarkt Elektromobilität werden" - so lautet die Zielsetzung der Bundesregierung, die unter anderem eine zügige Etablierung von Elektrofahrzeugen in Deutschland umfasst. Ein Schlüssel zur Erreichung dieses Ziels liegt unseres Erachtens im Ausbau der Ladeinfrastruktur im halb-öffentlichen und privaten Bereich. Hierfür sprechen mehrere Gründe: Im halb-öffentlichen Bereich wie zum Beispiel bei Liegenschaften von Wohnungsbaugesellschaften, Supermärkten, Unternehmen oder kommunalen Liegenschaften wie Schulen oder Rathäusern, existieren bereits Parkplätze und die jeweiligen Organisationen verfügen über eine gute Handhabe, um separate Bereiche für E-Mobil-Fahrzeuge zu reservieren. Im privaten Bereich beobachten wir schon seit längerem den Trend zum Prosumer, d.h. dass immer mehr Menschen sich gerne selbst versorgen möchten und dank der Kombination von Photovoltaik und Speichertechnologie mittlerweile in der Lage sind, bis zu 80 Prozent ihres Strombedarfs selbst zu decken. Es gibt vermutlich kein probateres Mittel gegen die Reichweitenangst als eine Ladestation in der eigenen Garage.

 

Um den Ausbau der Ladeinfrastruktur in diesen Segmenten zu ermöglichen, hat die Mainova ihr Produktportfolio erweitert. Die für jeden Bedarf passende Ladestation ist in allen Produktpaketen, so genannten Charge-Kits, inklusive. Dabei arbeiten wir mit drei verschiedenen Herstellern, um optimal auf die Kundenbedürfnisse eingehen zu können. Die zusätzlichen Services variieren je nach Paket. Wir bieten folgende, aufeinander aufbauende Lösungen an:

 

• Charge-Kit "Basic": Der Kunde erhält eine Ladestation. Diese lädt mit 11-22 KW bis zu zehn Mal schneller als eine gewöhnliche Haushaltssteckdose, was eine durchschnittliche Ladezeit von nur einer Stunde bedeutet. Eine intelligente Steuereinheit stellt sicher, dass alle am Markt gängigen Fahrzeuge geladen werden können. Beratung und Installation der Hardware sind inklusive. Dieses Angebot richtet sich an Eigenheimbesitzer.

 

• Charge-Kit "Business": Hier erweitern wir die Produktlösung um die Angebote "Betrieb & Service" sowie ,,Monitoring". Kunden wie Flottenbetreiber, KMU oder die Wohnungswirtschaft erhalten so ein Produkt, bei dem sie sich keine Gedanken um Installation, Wartung und Reparatur machen müssen. Sie haben die Kontrolle über den Nutzerkreis und können Ladereports einsehen.

 

• Charge-Kit "Business-Plus": Dieses Paket richtet sich insbesondere an Parkhausbetreiber, Retailer oder Hotels. Als weiteres Element kommt das Transaktionsmanagement hinzu. So können die Kunden ihre Infrastruktur für Dritte anbieten und abrechnen. Sie haben also die Möglichkeit, mit Hilfe der Ladeinfrastruktur eigene Erlöse zu generieren.

 

• Charge-Kit "Public": Für den öffentlichen Bereich wie zum Beispiel Schulen oder Kommunen unterstützt Mainova zusätzlich bei der Beantragung von Fördermitteln, die vom Land bzw. der Bundesregierung bereitgestellt werden.

 

Und diese neuen Angebote finden Anklang: So haben mit der Europäischen Zentralbank und der Steigenberger Hotelgruppe gleich zwei Pilotkunden ihre Liegenschaften mit Ladestationen ausgestattet. Zudem hat Mainova, im eigenen Namen wie auch als Dienstleister für Städte und Kommunen, im Rahmen der Hessischen Landesförderung zum Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bei der Hessen-Agentur über 100 neue Ladestationen in der Rhein-Main-Region beantragt bzw. die Beantragung unterstützt.

 

Gerne unterstützt Mainova alle Interessenten, wie stadtnahe Gesellschaften, Wohnungswirtschaft, Parkhausbetreiber, Retailer und Privatkunden, bei der Umsetzung ihrer individuellen E-Ladelösungen."

 

 

 



Vertraulichkeit: Nein

dazugehörende Vorlage:
           Antrag vom 24.08.2017, NR 387

Zuständige Ausschüsse:
           Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau
           Ausschuss für Wirtschaft und Frauen
          Verkehrsausschuss

Versandpaket: 03.01.2018


Beratungsergebnisse:

17. Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau am 22.01.2018, TO I, TOP 37

 

 

 

 

Beschluss:

nicht auf TO

Die Vorlage B 435 dient zur Kenntnis.
(Ermächtigung gemäß § 12 GOS)


Abstimmung:

CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF und FRAKTION gegen FRANKFURTER (= Zurückweisung)


Sonstige Voten/Protokollerklärung:
AfD (= Kenntnis)


17. Sitzung des Verkehrsausschusses am 23.01.2018, TO I, TOP 24

 

 

 

 

Beschluss:

nicht auf TO

Die Vorlage B 435 dient zur Kenntnis.
(Ermächtigung gemäß § 12 GOS)


Abstimmung:

CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRANKFURTER


Sonstige Voten/Protokollerklärung:
FRAKTION (= Kenntnis)


17. Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Frauen am 23.01.2018, TO I, TOP 18

 

 

 

 

Beschluss:

nicht auf TO

Die Vorlage B 435 dient zur Kenntnis.
(Ermächtigung gemäß § 12 GOS)


Abstimmung:

CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRANKFURTER


Sonstige Voten/Protokollerklärung:
FRAKTION (= Kenntnis)


Beschlussausfertigung(en):

§ 2165, 17. Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau vom 22.01.2018