PARLIS - Gewaltanwendung in Frankfurter Schulen
Vorlage NR 262 2017

 

S A C H S T A N D :

Antrag vom 22.02.2017, NR 262


Betreff:

Gewaltanwendung in Frankfurter Schulen



Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat wird beauftragt, eine Hotline für Meldungen zu Gewalt an Frankfurter Schulen einzurichten und über die Ergebnisse regelmäßig unaufgefordert zu berichten.

 

 

Begründung:

Von Lehrern, Eltern und Schülern wird immer wieder über Gewaltanwendung an Schulen berichtet. In der Regel handelt es sich dabei um Auseinandersetzungen unter Schülern, deren Ursache meist in interkulturellen Konflikten liegt. Aus nachvollziehbaren Gründen versuchen die Beteiligten - insbesondere die Schulleitungen - die Auseinandersetzungen nicht öffentlich werden zu lassen. Insbesondere wenn es sich dabei um interkulturelle oder interreligiöse Konflikte handelt, befürchten die Beteiligten, mit dem Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit oder Islamophobie konfrontiert zu werden.

 

Um gewalttätige Auseinandersetzungen zu minimieren, erscheint es daher sinnvoll, derartige Vorfälle zu erfassen und auszuwerten. Allen Beteiligten soll die Möglichkeit gegeben werden, über Gewaltanwendung und deren Hintergründe und Auswirkungen zu berichten. Hierzu soll eine Hotline eingerichtet werden, die die entsprechenden Meldungen - auf Wunsch selbstverständlich anonym - entgegenzunehmen. Die entsprechende Stelle kann im Schulamt oder im Ordnungsamt angesiedelt werden. Die Meldungen sollen dann systematisch ausgewertet und die Ergebnisse vom Magistrat regelmäßig veröffentlicht werden.

 



Antragsteller:
           AfD

Vertraulichkeit: Nein

Zuständige Ausschüsse:
           Ausschuss für Bildung und Integration

Versandpaket: 01.03.2017


Beratungsergebnisse:

10. Sitzung des Ausschusses für Bildung und Integration am 24.04.2017, TO I, TOP 6

 

 

 

 

Bericht:

TO II

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

Die Vorlage NR 262 wird abgelehnt.


Abstimmung:

CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD (= Annahme) und BFF (= Prüfung und Berichterstattung)